Flughafen Atatürk mit Sicherheitsproblem

No-Fly-Zonen sollen Flughäfen und andere wichtige Einrichtungen vor ungewolltem Flugverkehr schützen. Je nach Land ist die Gesetzgebung unterschiedlich. Flughäfen sind aber in jedem Fall ein Gebiet, in dem Amateurpiloten nichts zu suchen haben. Ein türkischer Drohnenpilot verließ sich auf den in seinem Multikopter (vermutlich DJI Phantom) eingebauten Flugverhinderungsmechanismus und startete direkt am türkischen Großflughafen Atatürk. In einem Zeitungsbericht meinte der Pilot, er hätte den Flug lediglich probieren wollen. Das zwölf-minütiges Video auf Youtube zeigt, dass es ein sehr umfangreicher Versuch mit gewagten Flugbewegungen bei laufendem Flughafenbetrieb war. Der Flug ist mittlerweile Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

In Mexico überflog jüngst auch ein Multikopter den Flughafen von Mexico Stadt. Dieser Flug war jedoch durch die Behörden genehmigt.

Die No-Fly-Zonen für Nordamerika, Großbritanien sind auf Mapbox-Karten veröffentlicht. Kontrollierte Lufträume für Deutschland zum Einbinden in Google Earth hat skyfool.de veröffentlicht.

Der Flughafen Atatürk befindet sich im europäischen Teil Istanbuls, hier bei Openstreetmap.

Drohne führt Bodenroboter

Auf der Automatica im Juni in München zeigte die Robotics&Perception Group der Universität Zürich ein System aus Drohne und Bodenroboter. Die Drohne erfasst eine Umgebung und führt den Bodenroboter durch das Terrain zu einem Ziel. Details gibt es in einem pdf-Dokument der Entwickler. Eine Anwendung ist die Versorgung von Verunglückten. Der Kopter sucht aus der Luft mögliche Opfer und navigiert Retter oder Roboter zur Unglückstelle. Ein ähnliches System aus Drohne und Bodenroboter sind Zion und Clover aus Japan.

Drohne im Steinbruch

Drohnen zeigen Dinge aus einer anderen Perspektive. Manchmal gibt es auch Sachen zu sehen, die man nicht mal aus einer normalen Perspektive sehen möchte oder darf. Im Steinbruch der Silver Creek Materials wird hin und wieder gesprengt. Die Sprengungen vor Ort zu sehen, dürfte ziemlich gefährlich sein. So passt es, dass hier mal der Multikopter zeigt was passiert. Das zweite Video zeigt eine andere Sprengung aus der Bodenperspektive. Hier möchte man nicht neben der Kamera stehen.


Der Steinbruch bei Google Maps.

Skydio – Drohnenfliegen leicht(er) gemacht

Skydio ist ein Projekt von Adam Bry (ehemals GoogleX-Wings) und Abe Bachrach. Das Unternehmen, das Lösungen für die Selbststeuerungen von unbemannten Fluggeräten entwickeln will, hat jüngst eine $ 3.000.000 USD-Finanzspritze eines Investors erhalten. Die Gelder sollen zur Entwicklung von Navigationslösungen dienen, die auf der Basis der Onboard-Kamerabilder arbeiten. Somit lassen sich z.B. Kollisionsmechanismen realisieren. Im Video sieht man eine Vorschau, wie das in der FPV-Perspektive aussieht. Um das möglich zu machen, sollen die Bilder der 2D-Kameras in ein 3D-Geländemodell umgerechnet werden. Anhand des Modells werden später autonome Flugbewegungen möglich sein. Anders als bei Dronecode oder Airware widmet man sich hier einem Detail der Programmierung eines UAV. Dronecode, ein Zusammenschluss verschiedener Unternehmen, will eine OpenSource-Plattform für alle Drohnen weiter entwickeln. Airware setzt auf eine eigene Komplettlösung.

Ein-Mann-Oktokopter

Einen Ein-Mann-Oktokopter (OMO) möchte Noah Boroske auf Indiegogo finanzieren lassen. Die Kampagne soll im Februar enden und hat bislang weniger als 10% der benötigten 8.000€ eingesammelt.
Mit dem Geld soll ein Quadkoax- bzw. Oktokopter gebaut werden, der einen Sitz für den Passagier trägt. Mindestens 150 kg soll die Nutzlast wiegen dürfen und der Rahmen hat eine Diagonale von 2,5 m. Zunächst soll ein Prototyp gebaut werden, der später optimiert wird. Auf den Unterstützer der 4.000 € spendet, wartet ein Flug mit dem OMO.
8.000 € sind sicher die unterste Grenze für die Konstruktion, bis auf die Motorcontroller ist in der Stückliste keine weitere Elektronik/ Sensorik aufgeführt.
Der OMO ist nicht das erste Projekt das mit Multikoptertechnologie Menschen tragen soll. Eine einfache Variante arbeitet mit Laubbläsern, ein Indiegogoprojekt für ein Hoverboard fand keine Resonanz, genauso wie der Personal Rotor Kopter. Den größten Anklang fand bisher das Projekt des Hoverbikes. Dort ist man bislang bis zum 1:3-Modell gekommen.

Das das Interesse an einer funktionierenden Lösung enorm ist, zeigen 11 Millionen Klicks für den Volocopter VC1 von E-volo, der schon 2011 einen Piloten trug.