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Miniaturspione

Kleine Helikopter, wie etwa der Simulus GH-720, finden sich öfter in Kinderzimmern. Die kleinen Flieger sind mit Gyroskop etc. ausgerüstet und lassen sich leicht fliegen. Einige Modelle tragen auch kleine Kameras. Natürlich darf man von diesen Spielzeugen keine Bildqualitäts- oder Reichweitenwunder erwarten.
Beim Militär sieht das anders aus. Hier ist das Feinste gerade gut genug.
Black Hornet ist ein Modell von Prox Dynamics aus Norwegen. Ausgerüstet mit allen derzeit üblichen Funktionen (GPS, Auto Coming Home, Gyroskopen, Kamera) wiegt der Kleinsthubschrauber bescheidene 18 Gramm. Laut Wikipedia können Geschwindigkeiten bis 36 km/h (auf der Produktseite 18 km/h) erreicht werden, 25 Minuten Flugdauer sind drin.
Ein 20.000.000 £ Auftrag des britischen Militärs über 160 solcher Systeme (inkl. 2 Black Hornets) ergibt einen Stückpreis von 180.000 €. Seit einigen Jahren sind die Miniaturspione u.a. in Afghanistan im Einsatz und dürften mittlerweile weiterentwickelt worden sein.

10 Propeller-Drohne

Bei der amerikanischen Weltraumorganisation NASA wurde ein Senkrechtstarter (VTOL) mit 10 Elektromotoren erprobt. Die Greased Lightning GL-10 startet dabei wie ein Multikopter um im Flug die Rotoren zu neigen und sich wie ein herkömmliches Flugzeug zu bewegen. Zur Landung können die Rotoren der 10 Propeller-Drohne wieder in die senkrechte Position gebracht werden.

Wasserfester Quadrokopter

Drohnen und Wasser sind keine gute Kombination. Zwar gibt es viele Videos die über Wasser entstanden sind, doch es gibt auch ausreichend Beispiele für Videos ungewollt die im Wasser endeten.

Die amerikanische Firma Aquacopters hat zumindest dann eine Lösung, wenn man das gute Stück später auch bergen kann. Die Quadrokopter der Firma sind wasserfest und schwimmfähig. Kopter aus der Reihe Project-X sind fertige, 700 Gramm schwere Rahmen (Durchmesser 46cm) mit Motorelektronik und Motoren. Flugsteuerung und min. 4-Kanalempfänger müssen nachgerüstet werden. Ein Frame kostet $ 350 USD.

Wenn der Akku nicht gerade alle ist oder der Kopter kopfüber im Wasser gelandet ist, kann sogar aus dem Wasser neugestartet werden. Ob der Kopter wirklich für Unterwasseraufnahmen (z.B. mit einer GoPro) herhalten sollte ist fraglich. Praktisch ist allerdings, das der Kopter durch die Ummantelung auch resistenter gegen Bodenberührungen ist.

DJI Phantom 3

Im April stellte der chinesische Drohnenbauer DJI seine neue Modellreihe Phantom 3 vor. Ursprünglich mit 2 Varianten gestartet, wurde die Reihe jetzt mit einem einfachen Modell (Standard) vervollständigt.

Alle Modelle werden ab Werk mit unterschiedlichen 12-MP-Kameras ausgestattet. Der einfachen Version fehlen einige Steueroptionen und die Ligthbridge zur digitalen Bildübertragung.
Die Professional-Variante hat außerdem eine etwas leistungsstärkere Ladestation.
Die Komplettpakete ähneln sich weitgehend, bis auf Smartphone oder Tablet zur Bildkontrolle ist alles für den ersten Flug dabei.

Die Kameras der einzelnen Modelle:

DJI Phantom 3 Standard:

* 12 MP, f/2.8, ISO 100-3200 (Video) 100-1600 (Photo), max. Auflösung: 2.7k (2704×1520) bei 30 fps.

DJI Phantom 3 Advanced:

* 12 MP, f/2.8, ISO 100-3200 (Video) 100-1600 (Photo), max. Auflösung: 2.7k (2704×1520) bei 30 fps.

DJI Phantom 3 Professional:

* 12 MP, f/2.8, ISO 100-3200 (Video) 100-1600 (Photo), max. Auflösung: UHD (4096×2160) bei 25 fps.

In der normalen HD-Auflösung sind bis zu 60 fps möglich. Die Fischaugencharakteristik der Objektive wird schon während der Aufnahme korrigiert.

Aktuell ist für alle diese Modelle ein Firmwareupdate angekündigt, mit dem auch ohne externe Programme Auto-Follow-Flüge möglich sind.

Exakte Navigation

Prenav ein Entwicklerbüro aus dem kalifornischen San Carlos hat ein System entwickelt mit dem die exakte Navigation von Drohnen ermöglicht wird. Damit sind Präzisionsflüge möglich.
Bei dem zum Patent angemeldeten System wird zunächst mit einer Bodenstation das Fluggebiet per Laser kartiert. Mit den resultierenden Daten wird eine Karte und der Kurs der Drohne festgelegt. Die Drohne steuert zentimetergenau jeden gewünschten Punkt an und startet z.B. eine Aufnahme. Auf diese Weise ist eine 3D-Modellierung oder genaue Untersuchung von hohen Objekten möglich.
Einige Investoren der Entwicklerfirma sind auch an Projekten wie Skype, der Oculus Rift oder AirWare beteiligt.

Im Video eine Demonstration der Genauigkeit der Positionierung.