Nächster Halt: Mond

Will man selbst auf den Mond, wird das ein schwieriges Unterfangen. Genügt es, im Jahr 2024 persönliche, digitale Erinnerungen auf dem Mond verstaut zu wissen, dann hat Kickstarter die Lösung. Lunar Mission One heißt das Projekt, dass 2024 einen Lander zum Mond senden will. Der Lander hat eine wissenschaftliche Mission und soll Gesteinsproben aus 20-100 Metern Tiefe untersuchen. Sogar eine Rückkehr zur Erde wird ins Auge gefasst.

Um Geld für die Mission zu sammeln, sind mehrere Finanzierungsrunden nötig. Dem Spender wird dabei die Möglichkeit eingeräumt, im Bohrloch ein digitales Andenken zu hinterlassen. Je nach Spendensumme steigt der eigene Anteil am geplanten 10 TB-Speicher. Ab 60£ kann man auch ein eigenes Haar ins All schicken. Für 1200£ ist man beim Start mit dabei und ab 3000£ steht der eigene Name auf der Landefähre. Zur Webseite von Lunar Missions Ltd.

Rettungsdrohne sucht Finanzierung

Rettungsdrohnen versprechen schnelle Hilfe im Notfall. Mal liefern sie einen Defibrillator oder sind gleich selbst der lebensrettende Impulsgeber. Imagination TV Inc., ein Selbsthilfe-TV-Netzwerk, möchte jetzt an dieser Front aktiv werden und sucht per Indiegogo-Projekt Geld für die Entwicklung von Rettungsdrohnenkomponenten.
Zunächst werden $ 40.000 USD angepeilt, die Summe ist aber flexibel. Das Finanzierungskonzept sieht ein wenig eigenartig aus. So geht bei der Prämie für eine $ 3500 USD-Spende schon fast $ 3000 USD für die Belohnung, einen DJI Inspire 1, ‚verloren‘. Auch bei anderen Spendenbeträgen ist der Anteil der Belohnung deutlich höher als der für die Entwicklung gedachte Teil.
Entwickelt werden sollen Komponenten für den Transport von Gütern, ein magnetischer Payloader, der den GPS-Kompass nicht stören soll. Auf Magnetometerstörungen wird nicht eingegangen und auch nicht darauf, woher der Strom für den anscheinend verbauten Elektromagneten kommt. Handelsübliche GoPros, Infrarot-Kameras oder ein LiDAR und vor allem Licht sollen bei nächtlichen Einsätzen zur Anwendung kommen. Aber auch das erscheint nicht wirklich revolutionär. Die Kampagne läuft noch bis zum 23. Januar 2015, via Facebook sind weitere Informationen angekündigt.

Carbon Flyer bei Indiegogo

Der Carbon Flyer besteht aus Kohlefasern und sieht aus wie ein schwarzes Papierflugzeug. Der Werkstoff macht das Flugzeug sehr stabil. Ausgerüstet mit zwei Motoren/ Propellern bekommt man bei der Indiegogo-Kampagne einen 40 mph bzw. 65 kmh schnellen Deltaflügler. An der Spitze befindet sich eine robuste Kunststoffnase. In den Tragflächen befinden sich Schlitze durch die die Propeller ragen. Der variable Schub der beiden Propeller ermöglicht servolose Richtungsänderungen. Ein kleiner Akku erlaubt momentan eine Flugzeit von etwa 3 Minuten, dann muss der Akku getauscht und geladen werden. An Bord befindet sich eine kleine Kamera und eine Bluetooth 4.0-Einheit. Diese nimmt die Steuerungsbefehle vom Smartphone entgegen und liefert einige Telemetriedaten u.a. vom Akku – Reichweite ca. 80 m. Die Steuerung erfolgt durch Drehen und Neigen des Smartphones. Das Kamerabild (640×480) wird nicht gestreamt, sondern an Bord auf eine MicroSD-Karte aufgezeichnet.

Während der Kampagne ist der Carbon Flyer für $ 79 USD zu haben, später soll er $ 149 USD kosten. Der Hersteller Trident Design LLC hat seinen Sitz in Columbus/ Ohio, gefertigt wird in China.

Alternativ gibt es seit einiger Zeit auch Aufsätze für normale Papierflieger die mit dem Smartphone gesteuert werden können.

Nanodrohne – ZANO

Eine aktuelle Kickstarterkampagne widmet sich einer kleinen Drohne mit dem Namen ZANO. Das Konzept scheint die Geldgeber anzusprechen. Über 700 Teilnehmer sammelten in 3 Tagen die komplette Summe von 125.000£ zur Finanzierung des Basisprojektes. Ein ähnliches Projekt, Anura, wurde bereits erfolgreich finanziert.

ZANO ist ein wirklich kleiner Quadrokopter (6,5×65 cm, 55 Gramm) mit integrierter 5MP-HD-Kamera. Diese liefert Bilder in 720p. Die Auflösung wird aktuell durch die Softwaremöglichkeiten begrenzt, die Kamerahardware liefert bereits 1080p/30fps. Die Flugzeit soll 10-15 Minuten Flugzeit betragen. Der Kopter wird mit dem Smartphone gesteuert. Neigen oder Drehen des Gerätes führt zu einer identischen Bewegung von ZANO. Viele Flugroutinen sind automatisiert, es gibt jedoch auch eine Freiflugmöglichkeit.
Die verbaute Hardware erlaubt zukünftige Erweiterungen. Aktuell an Bord sind: eine Kollisionsvermeidung mit Infrarotlicht, ein Ultraschallhöhenmesser, Barometer, Audioverstärker (Lautsprecher?), Mikrofon und ein 8×8 LED-Display als Blitz, zu Dekozwecken oder zur Anzeige des Countdowns bei Dronies. Ein GPS ist in der Beschreibung nicht erwähnt, eine Return2Base-Funktion wird jedoch im Video gezeigt.
Im Rahmen der Kampagne wird eine Drohne 139£  also etwa 175€ kosten.

Für die, zur Steuerung notwendige, Smartphone-App wird es eine „In-App-Kauf“-Funktion geben um zusätzliche Funktionen zur Steuerung nachzurüsten. So wird die Hardware mit einem MicroSD-Kartenslot ausgerüstet werden, bei Erreichen eines weiteren Zahlungsziels (1.000.000£) wird die Nutzungsmöglichkeit dafür per In-App-Kauf nachgerüstet. Weitere Funktionen – darunter Tracking, Gesichtserkennung, Panoramamodus oder Schwarmfähigkeit – werden, je nach Endsumme, entwickelt.

Als zusätzliches Accesoire wird es einen portablen Akku geben, mit dem der wechselbare ZANO-Akku 4-5 mal aufgeladen werden kann.